Kreuzweg - Bedeutung früher und heute

Die die frühen Christen suchten die Orte in Jerusalem auf, die Jesus Christus auf seinem Leidensweg passierte, um dort zu beten, dem Leiden und Sterben Christi zu gedenken und selbst mitzufühlen, wie er gelitten hat. Ursprünglich gab es nur zwei Stationen: die Verurteilung Jesu und die Kreuzigung Jesus.

Im 14. Jahrhundert waren sieben Kreuzwegstationen üblich, die an die sieben römischen Stationskirchen und die sieben Tagzeiten des Stundengebets erinnerten.

Um das Jahr 1600 umfasste der Kreuzweg bereits 12 Stationen, die letzten beiden Stationen der Kreuzabnahme und der Grablegung wurden 1625 angefügt.

Bis heute gehören zu einem Kreuzweg 14 Stationen, die singend oder betend abgeschritten werden. Einige Kreuzwege enthalten mit der Auferstehung Jesu eine 15. Station.

Die meisten der beschriebenen Szenen folgen der biblischen Passionsgeschichte, einige werden nicht ausdrücklich in der Bibel erwähnt.

Der Kreuzweg von St. Heinrich

wurde von Michael Veit in zehn ausdruckstarken Bronzetafeln gestaltet.

Erste Tafel - Stationen I und I

I. Jesus wird zum Tod verurteilt

II. Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern

Zweite Tafel - Station III

III. Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

Dritte Tafel - Stationen IV und V

IV. Jesu begegnet seiner Mutter

V. Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen

Vierte Tafel - Stationen VI und VII

VI. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

VII. Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

Sechste Tafel - 2. Phil., 6 - 11

6 Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein,
7 sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen;
8 er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu
11 und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.